K U N S T  R A U M   M A C K
KUNST-KONZEPTE in Düsseldorf

Simone MACK

Kontaktadresse: Cimbernstr. 18
40545 Düsseldorf

info@kunst-raum-mack.de
www.kunst-raum-mack.de
Telefon: 0171/235 1239

S i m o n e   M a c k                       -  Projekt/ Ausstellungskonzept

Stipendienprogramm 2020 des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

 

               „ L E B E N S R A U M  -   N A T U R

 

Ziel des Projektes:

In dem Projekt geht es um die Vermittlung von Werten, die die Natur für den

Menschen hat. Entsprechend wird die Ausstellung als ein kritischer Beitrag zur

Klimakrise konzipiert. Diese Ausstellung mit einem begleitenden Bildband wird

Umweltschutzverbänden, öffentlichen Einrichtungen, Städten und Kommunen und

ihren Kulturinstitutionen angeboten.

 

KOOPERATION:

Das Projekt zielt auf die Kooperation von Künstlern mit Naturwissenschaftlern und

Ökologen, so dass der Besucher der Ausstellung neben den künstlerischen

Beiträgen auch durch naturwissenschaftliche Darstellungen einen Einblick in das

Thema erhält.

So werden Synergien zwischen Wissenschaft und Kunst für diese Ausstellung

genutzt.

 

Eingrenzung des Themas „NATUR“ auf das Thema „WALD“

„ Der Wald - ein LEBENSRAUM“

Erklärung

- Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist der Begriff NATUR diffus und umfasst die Gesamtheit

der Pflanzen, Tiere, Gewässer- also alles, was an organischen und anorganischen

Erscheinungen ohne Zutun des Menschen existiert oder sich entwickelt.

- Wir grenzten deshalb das Thema „NATUR“ auf den Bereich „WALD“ ein, an dem wir nun

deutlich machen wollen, dass Natur ein „Lebensraum“ des Menschen ist, von dem seine

Existenz abhängt.

 

Methode in der Erarbeitung des Ausstellungskonzeptes;

 

Die Naturwissenschaft untersucht mit folgenden Methoden:

- empirische Erforschung der Natur

- Suche nach Objektivität- (- keine teleologischen Fragen)

- Fragestellungen, die auf gesetzmäßige Zusammenhänge zielen

- beobachten, messen und analysieren

- Reproduzierbarkeit von Versuchen

- Deduktion: Einzeluntersuchungen werden genutzt zum Erkennen des

Ganzen

 

Die künstlerische Herangehensweise:

- Beobachtung des „Ganzen“, Erfassen der Bedeutung und der Ausdruckshaftigkeit

- Interdisziplinäre Arbeitsweisen (-Zeitgenössische Kunst)

- Bezüge zu Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft

- Transfer phänomenologische Zusammenhänge in künstlerische Gestaltung

- Induktion: vom „Ganzen“ zu Details des Themas künstlerisch arbeite

 

Warum kann Kunst naturwissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln?

 

- Beispiel: Trotz des Wissens um die Wichtigkeit des Themas Klimakrise bleiben die damit

zusammenhängenden Daten abstrakt, so dass wir nicht genügend reagieren und handeln.

Temperaturen, Luftdruck oder CO2 lassen sich nicht mit bloßem Auge sehen. Diese

Tatsache hat zur Folge, dass eine große Lücke zwischen theoretischen Wissen und dem

tatsächlichen politischen Verhalten einer Gesellschaft herrscht.

- Kunst gestaltet einen Transfer der wissenschaftlicher Inhalte und hat

die einzigartige Kraft, die Wahrnehmung zu verändern und einen emotionalen Bezug zu

abstrakten Themen zu schaffen.

- Kunst schafft BERÜHRUNG. – Kunst schafft SENSIBILISIERUNG -Kunst macht SEHEND

 

3. Inhalte der künstlerischen Arbeit

In der künstlerischen Arbeit von mir wird der „WALD“ als ein für den Menschen besonderer

Lebensraum dargestellt, als ein Raum, der wie unsere Häuser einen lebenserhaltenden Schutz für

uns Menschen darstellt. (Sauerstoff/CO2 Senke/Kühlung)

Und als einen Ort, der spezifische Gefühle und Wahrnehmungen auslöst.

 

Themen der künstlerischen Arbeit:

 

- Das UNSICHTBARE Im WALD : Ohne dass der Mensch es hören oder sehen kann,

werden Tag und Nacht Botschaften zwischen den Bäumen, den Sträuchern, Pilzen und

Tieren des Waldes ausgetauscht in einer Sprache, die der Mensch und selbst die

Wissenschaftler bis heute nur bis zu einem geringen Teil verstehen können.

- Der Wald als mystischer SEHNSUCHTSORT einer unberührten, unschuldig,

paradiesisch anmutenden Natur (- wie in der Romantik )

Der Wald heute steht für uns als positives Sinnbild einer intakten Natur gegenüber einer

Zivilisation, mit ihren negativen Auswirkungen.

- Der „DUNKLE“ Wald ruft wegen seiner Wildnis (wilde Tiere) und Undurchschaubarkeit

Ängste hervor...Märchen, wie Rotkäppchen u.ä. zeugen von den Fantasien und Ängsten

der Menschen.

- Der WALD als Erlebnis- und Erholungsort

- wahrgenommen von uns Menschen als Ausgleich zum Leben in der Stadt :

die Ruhe im Gegensatz zum Lärm etc.

- Der WALD als Klimaregulierer:

- durch Photosynthese: Sauerstoff und Kühlung

- Wasserkreislauf

 

Die künstlerischen Arbeit:

Die Ausstellung soll von verschiedenen Künstlern gestaltet werden, die angeschrieben werden

und an diesem Projekt mit ihren Arbeiten teilnehmen können. Hier stelle ich nur meine möglichen

künstlerischen Beiträge vor. Insgesamt kann das künstlerische Gesamtkonzept erst im konkreten

erstellt werden, wenn die Arbeiten aller Künstler vorliegen.

 

 

Künstlerische Arbeiten für das Thema: Wald, Simone Mack

1. FOTO-SERIEN

• Vielfalt verschiedener Blatt- und Astformen

• „Das Dach des Waldes“ (-Blätter und Äste)

• Strukturen verschiedener Rinden als Charakteristik der

Baumsorten , Wurzeln als „Anker“

• Licht und Schatten im Blätterwerk zwischen den Bäumen

• Grün- und Brauntöne

• Proportionen des Menschen im Verhältnis zum Baum

• Gestaltung von Plakaten: Verbindung einzelner Fotos mit

Stichworten und Aussagen der naturwissenschaftlichen Texte

2. SKULPTUR

• Drahtskulpturen (menschliche Figuren, die stellvertretend

für den Menschen im Wald stehen)

• Jutesegel (Projektionsflächen für Licht- und Schatten)

3. OBJEKTE

• Scheiben mit verschiedenen Grünt.nen

• Spiegelobjekte

• Schläuche, die den Wassertransport in der Rinde

verdeutlichen

4. Videos

Ein feststehendes Bild, das erst wie ein normales Foto

wirkt, gerät in Bewegung, erwacht zu Leben durch die

Geräusche und die Bewegungen in der Natur – und zeigt

den Reichtum einer in der Natur verankerten

„Lebendigkeit“#

5. Die naturwissenschaftliche Arbeit

Begründung der Nutzung der Naturwissenschaft für eine künstlerische

Ausstellung

Naturwissenschaft hat einen Zauber, denn sie erklärt uns die Natur, wie sie sich dem Laien in

ihren Ursachen und Funktionalitäten nicht erschließen kann.

Der Mensch kann mit seinen Sinnen der Augen und Ohren nicht „verstehen“, wie Prozesse in

der Natur funktionieren.

Teilbereiche des Themas

- Das Leben der Bäume:

- Wurzeln und Stamm, Wachstum, Nährstoffe und Wasserkreislauf

- Blätterkrone: Photosynthese

- Erde (Humus) und Totholz als Grundlage für Artenvielfalt/Insekten/ Biodiversität

6. Konkrete Inhalte der naturwissenschaftlichen Beiträge

1. Der Baum als ein Kreislauf- System ohne Energieverlust

- Wurzel

- Baumstamm/Rinde

- Krone-Blattwerk

- Co2 Senke

- Sauerstoff

- Feuchtigkeit/ Kühlung

2. Das Holz der Bäume

- Energielieferant, Bau- und Rohstoffe für Baumaterial, Papierherstellung und

Textilherstellung.

3. Die Humuserde im Wald- = Mikrokosmos für Tausende von Insekten/

Artenvielfalt

Im Gegensatz zur zunehmenden Versiegelung der Erdoberfläche (Beton)und der daraus

resultierenden Erderwärmung und Verdrängung von Pflanzen- und Tierwelt

4. Der Nationalpark im Gegensatz zum Forstwald

Der Wald entstand ehemals ohne das Zutun des Menschen und kann ohne sein Handeln oder

Einfluss funktionieren. Die Natur braucht den Menschen nicht und funktioniert umso besser, je

weniger der Mensch eingreift.

5. Die Bedeutung des Waldes für unser Klima

Inzwischen erkennt man immer mehr die Bedeutung des Waldes für die

Klimaregulierung:

- durch die im Wald herrschenden natürlichen Kreisläufe der Natur

- Reduktion des Treibhauseffektes, durch die Photosynthese und der CO2 Speicherung

und der Sauerstoffbildung,

- Feuchtigkeitsspeicherung in allem Holz,

- Kühlung der Luft durch den Wasserkreislaufes von Boden und Bäumen